Meditation. Mehr als einfach nur herumsitzen.

In einer Welt voller Reizüberflutungen, mit Werbung an jeder Straßenecke und mobiler Erreichbarkeit an fast jedem Ort. Steigt auch die Geschwindigkeit, in der wir etwas wahrnehmen und auch bestenfalls darauf reagieren sollten immer weiter. Andererseits wollen wir auf die Vorteile der multimedialen Vernetztheit nicht verzichten. Um Deine Ressourcen trotz der erhöhten Anforderungen zu erhalten und zu stärken, bedarf es einer Methode, Deinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen, aber auch Deine Wahrnehmung und Deine Achtsamkeit gegenüber Dir selbst aber auch Deiner Umwelt zu sensibilisieren.

Meditation. Mehr als einfach nur herumsitzen.

Bevor ich selbst mit der Meditation anfing, dachte ich immer, Meditation sei nur etwas für irgendwelche esoterischen Hippies. Dieses Bild hatte ich zumindest vor meinem geistigen Auge. Was sollte es auch für Vorteile haben, nichts tuend herumzusitzen oder herumzuliegen?

Seit dieser Zeit hat sich viel verändert, mittlerweile ist Meditation ein fester Bestandteil meines Lebens und ich habe selbst die wahnsinnigen positiven Effekte für meinen Körper und Geist erlebt. Meditation kann Dir dabei in vielen Situationen und Momenten helfen: Sie hilft Dir zu entspannen, loszulassen, Deine Achtsamkeit zu schulen, selbstbewusster zu werden und Dich Kraftvoller zu füllen.

Wenn Du die Meditation regelmäßig praktizierst, wirst Du zudem fokussierter und klarer in Deinen Gedanken, womit du Aufgaben mit mehr Leichtigkeit erledigen kannst. Die Zeit, die Du tägliche in Deine Meditation investierst, kommt als ein Vielfaches in Form von mehr Klarheit, Energie und Lebenskraft wieder zurück.

Wie funktioniert Meditation?

Meditieren bedeutet einfach nur, sich seiner selbst bewusst zu werden, ganz egal in welcher Situation.

Um es Dir anfangs jedoch etwas einfacher zu machen, habe ich nachfolgend einige Punkte für Dich zusammengefasst, die Du während Deiner Meditation beachten solltest:

1. Räumliche Voraussetzungen

Suche Dir einen ruhigen und sauberen Ort. Einen Ort, an dem Du Dich wohlfühlst und an dem Du gerne etwas Zeit verbringst. Die Zeit während der Mediation soll nur für Dich da sein, sorge deshalb dafür, dass alle Störfaktoren wie Dein Telefon oder die Klingelanlage ausgeschaltet sind.

2. Körperhaltung

Du solltest eine angenehme Position einnehmen, diese kann im Lotussitz/Schneidersitz oder in der Rückenlage sein. Genauso kannst Du aber auch eine einfache Sitzposition auf einem Stuhl einnehmen. Wichtig ist, dass Du Dich wohlfühlst und Deine Wirbelsäule und Dein Brustbein aufgerichtet sind. So dass Dein Atem frei durch Deinen Körper zirkulieren kann. Diese Körperhaltung solltest Du auch während der gesamten Mediation beibehalten, ganz gleich, welche Gedanken oder Gefühle Du in Deinem Geist wahrnimmst.

3. Mediation

Bei der Meditation geht es darum seine ganze Aufmerksamkeit nach innen zu lenken und nur sich selbst wahrzunehmen, Deinen Atem zu spüren und einfach nur zu existieren. Gerade am Anfang kann dies manchmal sehr schwer sein, da vor allem in Ruhe der Geist wieder besonders aktiv wird – was auch vollkommen in Ordnung ist – wichtig ist nur sich nicht von seinen Gedanken oder Gefühlen aus der Ruhe bringen zu lassen, sich ihnen nicht zu beugen, sondern ruhig zu bleiben, seine Körperhaltung beizubehalten und Aufmerksamkeit dem zu folgen was einen versucht aus der Ruhe zu bringen.

Soviel zur Theorie, da es beim Meditieren jedoch wichtig ist, dass man es auch regelmäßig übt. Solltest Du auch mal hier vorbeischauen.

Gesundheit. Sorge selbst dafür.

In Jungen Jahren meist im Überfluss vorhanden, machen wir uns dann auch wenig bis keine weiteren Gedanken um unsere Gesundheit. Änder tut sich dies jedoch, sobald die ersten gesundheitlichen Einschränkungen auftauchen. Dann wird meist alles probiert um dieses vorhandene Problem schnellstmöglich wieder los zu werden, ohne dabei wirklich nach der Ursache zu suchen und diese zu beheben. Dabei fängt Gesundheit schon sehr früh an, der Grundstein für eine langfristige Gesunderhaltung wird bereits mit der Kindheit/Jugend gelegt – ähnlich wie bei einem Haus, bei dem auch zunächst ein gutes Fundament gegossen werden sollte, um das Haus (Gesundheit) auf soliden Beinen stehen zu haben. So können viele gesundheitlichen Einschränkungen die im Laufe des Lebens auftauchen können, schon weit vor ihrer Entstehung vermieden werden.  Die Verantwortung dafür tragen wir selbst. Wie und in welcher Form wir für unsere Gesundheit die Verantwortung übernehmen können, möchte ich hier nachfolgend für Euch auflisten – wobei Gesundheit immer als die Summe aus all diesen Faktoren zu betrachten ist.

1. Gedanken / Achtsamkeit / Mindset

Viele Menschen leben zumeist in der Vergangenheit (damals war alles besser…) oder in der Zukunft (was ist, wenn…) dabei wird vergessen, den Moment zu leben. Der Moment und Augenblick ist es jedoch den wir leben und genießen sollten, und uns nicht zu sehr von unseren Ängsten, Sorgen oder Vorerfahrungen leiten zu lassen. In der Vergangenheit oder in der Gegenwart zu philosophieren und über schlechte Erfahrungen oder dinge über die wir uns sorgen nachzudenken, erzeugt in uns Ängste und Spannungszustände, durch die umso mehr wir über sie nachdenken unsere Sinne gegenüber dem gegenwärtigen Moment getrübt werden. Unser Eigenbild aber auch das Bild über andere wird dadurch meist negativ belastet und wir verschließen uns aus Unsicherheit oder Angst vor unserer Umwelt. Da wir das Resultat unserer Gedanken sind, ist es wenig verwunderlich das sich negative Gedanken wie ein Spiegel auf unserem Körper wiederfinden, die Folge Verspannungen, Muskuläre Dysbalancen und eine verminderte Schmerztoleranz. Je positiver wir über uns selbst (jede/r ist einzigartig und wertvoll) und unsere Umwelt denken, umso offener und gelassener werden wir sein, und auch Situationen klarer und deutlicher wahrnehmen, und eine Stresssituation kann meist erst gar nicht entstehen.

2. Atmung

Der Einfluss der Atmung auf unsere Gesundheit ist viel größer als die meisten wissen. Rund 20000 Atemzüge machen wir Mensch am Tag, ein Großteil davon läuft jedoch unbewusst ab. Wer mental belastet oder muskulär verspannt ist, atmet meist flach, und so ist es nicht verwunderlich das nur ein Bruchteil der Zellen in unserem Körper mit Sauerstoff versorgt werden können. Mit zunehmender Belastung und schlechter Atemtechnik (flacher Atmung) kommt es neben einer Erhöhung der Muskelverspannungen, auch zu einer vermehrten Übersäuerung unseres Körpers, so dass unsere Stresstoleranz zunehmend abbaut. Sich seiner Atmung bewusst zu werden, und seine Lungen regelmäßig und vollständig mit Sauerstoff zu belüften sorgt für eine verbesserte Sauerstoffversorgung unseres Körpers und unserer Zellen, womit ein teil unserer Gesundheit gewährleistet werden kann.

3. Ernährung

Du bist, was Du isst. Ein Spruch, hinter dem sehr viel Wahrheit steckt, schließlich wird jede noch so kleine Zelle unseres Körpers aus den Nährstoffen, die wir unserem Körper in Form von Nahrung zur Verfügung stellen gebildet. Im Optimalfall sollten diese Nährstoffe dazu beitragen, dass die Regeneration verbessert wird und wir leistungsfähig bleiben. Komplexe Verdauungsvorgänge wie sie vor allem durch tierische und stark verarbeitete industriell hergestellte Lebensmittel entstehen Belasten hingegen unseren Körper. Bei der Zusammenstellung der Nährstoffe sollte dabei auf eine hohe Bioverfügbarkeit und eine geringe Säurebelastung (Säure-Basen Balance) geachtet werden, um unseren Körper in seiner Leistungsfähigkeit optimal zu unterstützen.

4. Bewegung

Ein funktionierender Stoffwechsel sorgt für einen konstanten Sauerstoff- und Nährstoffaustausch in allen Zellen unseres Körpers und trägt so maßgeblich zu unserer Gesunderhaltung bei. Besonders gut eignen sich dafür niederfrequente Belastungen (aerobes Training) mit gelegentlichen Leistungsspitzen in einen hochfrequenten Bereich (anaerobes Training). Gerade im niederfrequenten Bereich, wo wir einen Großteil (70-90%) unserer Trainingszeit verbringen sollten, ist ein optimaler Sauerstoff- und Nährstoffaustausch gewährleistet und somit auch eine optimale Regeneration unserer Zellen.

Da wir meist auch noch zusätzlich einseitigen Belastungen ausgesetzt sind, ist es notwendig etwas für unser muskuläres Gleichgewicht zu tun, so das unsere Gelenke auch in Zukunft noch gleichmäßig belastet werden können und die Energie in unserem Körper fließen kann. Als sinnvoll eignet sich dafür ein Übungsprogramm, das auf der einen Seite mit Dehntechniken die muskulären Spannungen neutralisiert, auf der anderen Seite aber auch genauso dafür sorgt, dass die Gelenke in ihrer optimalen Position stabilisiert werden.

5. Entspannung

Wir bewegen uns oft zwischen den Extremen. Bedingungslosem Ehrgeiz folgt meist bewegungslose Statik, dabei Bedarf es dem richtigen Maß an Anspannung & Entspannung um unseren Körper auch nachhaltig gesund zu erhalten. Grundlegend gilt es dabei auf seinen eigenen Körper zu hören, denn dieser gibt uns immer die entsprechende Rückmeldung. Dabei sollten wir nur in der Lage sein, die Rückmeldungen auch richtig zu deuten. Gerade Situationen, in denen wir über unsere normale Leistungsfähigkeit hinaus gehen, sorgen für eine erhöhte Ausschüttung der sogenannten Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Cortisol) – diese sind in entsprechenden Situationen wichtig („Fight-or-Flight“). Ebenso sorgen diese Hormone jedoch auch dafür, dass unser Körpergefühl nachlässt und die Aktivität eben dieser Hormone zu einer erhöhten Aktivität unserer Geistes führt. Denn Geist zur Ruhe zu bringen, verhilft auch unserem Körper in die optimale Regeneration zu kommen. Wer von sich selbst weis sich immer wieder herausfordernden Situationen stellen zu müssen, sollte sich einmal in Meditation üben, um seinen Geist zur Ruhe zu bringen und für eine gute Regeneration seines Körper zu sorgen. (Buchtipp: Zen-Geist, Anfänger-Geist)

Die Erhaltung unserer Gesundheit stellt einen dauerhaften Prozess dar, für den wir selbst sorge zu tragen haben. Gerade am Anfang kann eine Umstellung in einem Bereich immer eine erhöhte Anstrengung bedeuten, wichtig ist es jedoch dort jedoch erst mal eine gewisse Routine und ein Momentum aufzubauen. Die Belohnung dafür – Gesundheit – wir haben selbst die Wahl.

Dankbarkeit – Bringe Licht ins Dunkel.

Wir starten nichts ahnend in den Tag und bekommen gleich morgens die schlechte Laune der Kassiererin, böse Blicke von Menschen aus unserem Umfeld, oder auch von Menschen denen wir einfach nur auf der Straße begegnen ab, zudem funktionieren Dinge nicht so, wie wir Sie uns vorgenommen und erwartet haben und zu allem Übel ist es vor der Tür auch noch grau und verregnet. Dinge und Situationen die uns tagtäglich so oder in anderer Form passieren können. Wie wir solche Situationen wahrnehmen und wie sie unsere Stimmung beeinflussen hängt dabei von unserer eigenen Perspektive ab.

Nichts was andere Menschen tun, hat mit uns zu tun.

Schluss damit… diese Dinge oder Situationen sind lediglich Ereignisse, die sich in unserem Kopf abspielen und denen wir zu viel Beachtung schenken. Wir sind zu stark mit Dingen beschäftigt, die einen negativen Einfluss auf unseren Gemütszustand haben, natürlich passieren diese Dinge. Wie und ob wir sie überhaupt Wahrnehmen hängt dabei von uns selbst ab. Nichts was andere Menschen tun, hat mit uns zu tun. Selbst wenn eine Situation sehr persönlich erscheint, selbst wenn uns andere direkt verbal angreifen oder sogar beleidigen, hat das nicht zwangsläufig mit uns zu tun. Vielmehr ist es ein Ausdruck Ihrer eigenen Gefühlswelt, Ihrer eigenen Überzeugungen und Ansichten, die sie für sich selbst in Ihrem Geiste entwickelt haben.

Sich das Gift der anderen nicht zu eigen machen

Den emotionalen Abfall persönlich nehmen, zieht unsere eigene Stimmung nach unten und je mehr wir uns auf diese Dinge fokussieren umso mehr Begeben wir uns in eine negative Stimmungsspirale hinein. Um sich das Gift der anderen nicht zu eigen machen, bedarf Klarheit und Zufriedenheit mit sich selbst. Diese schaffen wir durch Dankbarkeit. Durch regelmäßiges Üben legen wir den Fokus wieder mehr auf die positiven Dinge, die unitagtäglich passieren, und fokussieren uns nicht zu sehr auf die negativen Dinge.

Mit Dankbarkeit, Licht ins dunkel bringen

Dankbar sein verbessert unsere Stimmung, ganz egal, in welcher Stimmungslage wir uns gerade befinden. Dass bewusst machen für die Dinge, für die wir dankbar sein könnten, erzeugt in uns ein tiefes Gefühl der Zufriedenheit und Freude. Dankbar sein kann man dabei für ganz viele Dinge, ob materiell oder nichtmateriell. Dabei sollte man nicht immer nach den ganz großen Dingen oder Momenten suchen, vielmehr sind es die unscheinbaren Situationen oder kleine Aufmerksamkeiten die direkt vor uns geschehen und die wir nur wahrnehmen müssen.

Dankbar sein …für eine nette Begegnung mit einem lieben Menschen …für ein gutes Buch, dass uns gerade aus unserem Denkmuster herausgebracht hat …für ein Lächeln dass uns den Tag versüßt hat oder auch einfach für den gegenwärtigen Moment, dass man existieren darf. Es gibt wirklich unzählige Dinge für die wir tagtäglich dankbar sein können, wir sollten uns nur die Zeit nehmen, ihrer Bewusst zu werden.

Nicht jeder Tag ist gut, aber es gibt jeden Tag etwas Gutes.

Gerade in Situationen oder an Tagen, die uns als schwierig erscheinen und wir das Gefühl haben, das diese aussichtslos sind, sollten wir uns einen Moment nehmen, um in uns zu gehen und in aller Ruhe uns über den Tag Gedanken machen. Dabei werdet Ihr immer etwas finden, wofür Ihr auch dankbar sein könnt, ganz egal wie schlimm der Tag auch war. Dieses bewusst werde, wird Eure Stimmung zugleich wieder anheben und Ihr findet wieder mehr und mehr aus dem zuvor eingenommenen Denkmuster heraus.