Gesundheit. Sorge selbst dafür.

In Jungen Jahren meist im Überfluss vorhanden, machen wir uns dann auch wenig bis keine weiteren Gedanken um unsere Gesundheit. Änder tut sich dies jedoch, sobald die ersten gesundheitlichen Einschränkungen auftauchen. Dann wird meist alles probiert um dieses vorhandene Problem schnellstmöglich wieder los zu werden, ohne dabei wirklich nach der Ursache zu suchen und diese zu beheben. Dabei fängt Gesundheit schon sehr früh an, der Grundstein für eine langfristige Gesunderhaltung wird bereits mit der Kindheit/Jugend gelegt – ähnlich wie bei einem Haus, bei dem auch zunächst ein gutes Fundament gegossen werden sollte, um das Haus (Gesundheit) auf soliden Beinen stehen zu haben. So können viele gesundheitlichen Einschränkungen die im Laufe des Lebens auftauchen können, schon weit vor ihrer Entstehung vermieden werden.  Die Verantwortung dafür tragen wir selbst. Wie und in welcher Form wir für unsere Gesundheit die Verantwortung übernehmen können, möchte ich hier nachfolgend für Euch auflisten – wobei Gesundheit immer als die Summe aus all diesen Faktoren zu betrachten ist.

1. Gedanken / Achtsamkeit / Mindset

Viele Menschen leben zumeist in der Vergangenheit (damals war alles besser…) oder in der Zukunft (was ist, wenn…) dabei wird vergessen, den Moment zu leben. Der Moment und Augenblick ist es jedoch den wir leben und genießen sollten, und uns nicht zu sehr von unseren Ängsten, Sorgen oder Vorerfahrungen leiten zu lassen. In der Vergangenheit oder in der Gegenwart zu philosophieren und über schlechte Erfahrungen oder dinge über die wir uns sorgen nachzudenken, erzeugt in uns Ängste und Spannungszustände, durch die umso mehr wir über sie nachdenken unsere Sinne gegenüber dem gegenwärtigen Moment getrübt werden. Unser Eigenbild aber auch das Bild über andere wird dadurch meist negativ belastet und wir verschließen uns aus Unsicherheit oder Angst vor unserer Umwelt. Da wir das Resultat unserer Gedanken sind, ist es wenig verwunderlich das sich negative Gedanken wie ein Spiegel auf unserem Körper wiederfinden, die Folge Verspannungen, Muskuläre Dysbalancen und eine verminderte Schmerztoleranz. Je positiver wir über uns selbst (jede/r ist einzigartig und wertvoll) und unsere Umwelt denken, umso offener und gelassener werden wir sein, und auch Situationen klarer und deutlicher wahrnehmen, und eine Stresssituation kann meist erst gar nicht entstehen.

2. Atmung

Der Einfluss der Atmung auf unsere Gesundheit ist viel größer als die meisten wissen. Rund 20000 Atemzüge machen wir Mensch am Tag, ein Großteil davon läuft jedoch unbewusst ab. Wer mental belastet oder muskulär verspannt ist, atmet meist flach, und so ist es nicht verwunderlich das nur ein Bruchteil der Zellen in unserem Körper mit Sauerstoff versorgt werden können. Mit zunehmender Belastung und schlechter Atemtechnik (flacher Atmung) kommt es neben einer Erhöhung der Muskelverspannungen, auch zu einer vermehrten Übersäuerung unseres Körpers, so dass unsere Stresstoleranz zunehmend abbaut. Sich seiner Atmung bewusst zu werden, und seine Lungen regelmäßig und vollständig mit Sauerstoff zu belüften sorgt für eine verbesserte Sauerstoffversorgung unseres Körpers und unserer Zellen, womit ein teil unserer Gesundheit gewährleistet werden kann.

3. Ernährung

Du bist, was Du isst. Ein Spruch, hinter dem sehr viel Wahrheit steckt, schließlich wird jede noch so kleine Zelle unseres Körpers aus den Nährstoffen, die wir unserem Körper in Form von Nahrung zur Verfügung stellen gebildet. Im Optimalfall sollten diese Nährstoffe dazu beitragen, dass die Regeneration verbessert wird und wir leistungsfähig bleiben. Komplexe Verdauungsvorgänge wie sie vor allem durch tierische und stark verarbeitete industriell hergestellte Lebensmittel entstehen Belasten hingegen unseren Körper. Bei der Zusammenstellung der Nährstoffe sollte dabei auf eine hohe Bioverfügbarkeit und eine geringe Säurebelastung (Säure-Basen Balance) geachtet werden, um unseren Körper in seiner Leistungsfähigkeit optimal zu unterstützen.

4. Bewegung

Ein funktionierender Stoffwechsel sorgt für einen konstanten Sauerstoff- und Nährstoffaustausch in allen Zellen unseres Körpers und trägt so maßgeblich zu unserer Gesunderhaltung bei. Besonders gut eignen sich dafür niederfrequente Belastungen (aerobes Training) mit gelegentlichen Leistungsspitzen in einen hochfrequenten Bereich (anaerobes Training). Gerade im niederfrequenten Bereich, wo wir einen Großteil (70-90%) unserer Trainingszeit verbringen sollten, ist ein optimaler Sauerstoff- und Nährstoffaustausch gewährleistet und somit auch eine optimale Regeneration unserer Zellen.

Da wir meist auch noch zusätzlich einseitigen Belastungen ausgesetzt sind, ist es notwendig etwas für unser muskuläres Gleichgewicht zu tun, so das unsere Gelenke auch in Zukunft noch gleichmäßig belastet werden können und die Energie in unserem Körper fließen kann. Als sinnvoll eignet sich dafür ein Übungsprogramm, das auf der einen Seite mit Dehntechniken die muskulären Spannungen neutralisiert, auf der anderen Seite aber auch genauso dafür sorgt, dass die Gelenke in ihrer optimalen Position stabilisiert werden.

5. Entspannung

Wir bewegen uns oft zwischen den Extremen. Bedingungslosem Ehrgeiz folgt meist bewegungslose Statik, dabei Bedarf es dem richtigen Maß an Anspannung & Entspannung um unseren Körper auch nachhaltig gesund zu erhalten. Grundlegend gilt es dabei auf seinen eigenen Körper zu hören, denn dieser gibt uns immer die entsprechende Rückmeldung. Dabei sollten wir nur in der Lage sein, die Rückmeldungen auch richtig zu deuten. Gerade Situationen, in denen wir über unsere normale Leistungsfähigkeit hinaus gehen, sorgen für eine erhöhte Ausschüttung der sogenannten Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und Cortisol) – diese sind in entsprechenden Situationen wichtig („Fight-or-Flight“). Ebenso sorgen diese Hormone jedoch auch dafür, dass unser Körpergefühl nachlässt und die Aktivität eben dieser Hormone zu einer erhöhten Aktivität unserer Geistes führt. Denn Geist zur Ruhe zu bringen, verhilft auch unserem Körper in die optimale Regeneration zu kommen. Wer von sich selbst weis sich immer wieder herausfordernden Situationen stellen zu müssen, sollte sich einmal in Meditation üben, um seinen Geist zur Ruhe zu bringen und für eine gute Regeneration seines Körper zu sorgen. (Buchtipp: Zen-Geist, Anfänger-Geist)

Die Erhaltung unserer Gesundheit stellt einen dauerhaften Prozess dar, für den wir selbst sorge zu tragen haben. Gerade am Anfang kann eine Umstellung in einem Bereich immer eine erhöhte Anstrengung bedeuten, wichtig ist es jedoch dort jedoch erst mal eine gewisse Routine und ein Momentum aufzubauen. Die Belohnung dafür – Gesundheit – wir haben selbst die Wahl.

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